Latentspeicher
Wärmepumpe
mit Zisterne als Latentspeicher

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Grundsätzliches zum Heizen mit Eis:
Sobald sich um einen Wärmetauscher,
auch Absorber genannt ( Rohre, Platten oder Luftverdampfer ) einer
Wärmepumpe Eis bildet, verliert eine Wärmepumpe durch die isolierende Wirkung
des Eises ihre Leistung. Der Wärmepumpe wird schlicht die Energiezufuhr
entzogen. Die elektrische Leistung der Wärmepumpe nimmt mit fortschreitender
Vereisung zu, die Wärmeproduktion ab. Der Wirkungsgrad auch Leistungszahl ( LZ
oder COP Coeffizent Of Performance ) genannt sinkt mit
zunehmender Vereisung der Wärmetauscher.
Eine effektive Nutzung der
Kristallisationswärme mittels Wärmepumpe, auch latente Wärme des Wassers genannt
(
Latentwärme ) ist möglich, wenn der Absorber der Wärmepumpe eisfrei
gehalten wird. |
| Wir wollen die Wärme
der Sonne möglichst optimal für die Heizung und das Warmwasser nutzen. So
sind der Solarkollektor und der Wärmespeicher im Haus ( Pufferspeicher )
größer als sonst üblich auszulegen. Dadurch kann es vorkommen,
dass der Wärmespeicher nach mehreren Tagen Sonnenschein seine maximale
Temperatur erreicht hat. Weitere Wärme vom Solarkollektor nutzen wir dadurch,
dass wir diese der externen Zisterne zuführen, deren Wasser sich dadurch
erwärmt. |
| Hauptsächlich im Sommer
erfolgt also eine Speicherung von überschüssiger Sonnenwärme in
der Zisterne, die mit Regenwasser gefüllt sein kann. Das schützt den
Solarkollektor vor Überhitzung. Die Wärme des Wassers kann während
einer längeren Schlechtwetterperiode (Eisheilige, Schafskälte, etc.) oder im
Herbst durch eine Wärmepumpe zur Deckung des Wärmebedarfs genutzt
werden. Die Leistungszahl der Wärmepumpe ist durch das vorgewärmte
Zisternenwasser dann besonders hoch und somit der Verbrauch an elektrischem Strom
nur gering. |
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Im Winter entzieht die Wärmepumpe
dem Wasser viel Wärme, das sich dadurch etwa Ende Dezember auf 0° abkühlt.
Bei weiterem Wärmeentzug gefriert das Wasser. Von da an nutzt das neue Verfahren
(Patent DE 44 05 991) gezielt auch eben diese Latentwärme, die beim Übergang
vom flüssigen zum festen Zustand frei wird. Die Latentwärme entspricht
nämlich genau der Wärme von 80° warmen Wasser - sie ist also enorm hoch.
So kann der Wärmebedarf des Winters mit einer relativ kleinen Wassermenge gedeckt
werden. Bis zu einem Abstand von 2 m speichert auch das umgebende Erdreich im Sommer
Wärme und gibt diese im Winter an das kältere Zisternenwasser zurück. |
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Entstandenes Eis fällt in die
Zisterne und schwimmt, da es leichter als Wasser ist, an der Oberfläche. Dort
bleibt das Eis bis zum Sommer und wird dann durch Sonnenwärme geschmolzen,
wenn es nicht gratis (!) zur Kühlung oder Klimatisierung verwendet wird. Andere
bekannte Latentspeicher ( Natriumazetat, Paraffin ) und thermochemische Verfahren
( Metallhydrid, Silikagel, Zeolith ) erfordern im Vergleich dazu einen technisch
größeren Aufwand und so wesentlich höhere Erstellungskosten. |
Vorschläge zum
Bau der Zisterne sind viele möglich. Welche Lösung besonders
günstig ist hängt sehr von den örtlichen Bedingungen ab.
Mögliche Bauformen für eine Zisterne:
- Betonringe mit 2,5m Durchmesser und meistens mit 0,5m Höhe.
Bei 3m Tiefe lassen sich etwa 14 cbm verwirklichen.
- Es gibt auch rechteckige Betonteile, diese sind aber teuerer.
- Ausheben einer Grube und diese anschließend mit Teichfolie
auskleiden (Boden und Seitenwände). Über einer Abdeckung
kann die Wärmepumpe in einem kleinen Gartenhäuschen stehen.
- Wenn ein Schwimmbecken existiert, dann kann dieses dafür
ebenfalls genutzt werden. Allerdings muss es im Winter abgedeckt werden.
Mögliche nachträgliche Anordnung einer Zisterne:
- Im Vorgarten lässt sich eine Grube leicht mit einem Bagger
ausheben.
- Eine zusätzliche Garage kann über einem Betonbehälter
stehen. Die Firma Zapf bietet einen Regenwasserspeicher unter Garagen an.
- Bei einem Grundstück mit Hanglage kann die Zisterne leicht in den
Hang - mit einer Aufschüttung davor - eingebaut werden.
- Grundsätzlich kann die Zisterne auch "frei" stehen. Sie muss dann
allerdings mit einer Dämmung gegen Frost von außen geschützt
werden und größer ausgelegt werden, weil sie so Erdwärme
nicht nutzen kann.
Einbauten in die Zisterne / Niedertemperaturspeicher:
- Auf der Betonabdeckung steht die Wärmepumpe über einem Ausschnitt
für das Rieselwasser bzw. das Eis (bei 6 und 9 kW Heizleistung 600 mm breit
und 1000 mm lang, bei 12 kW 1200 mm lang).
- Die Tauchpumpe ist zweckmäßig in einem Kunststoffrohr separat in
die Zisterne einzubringen. Diese kann dann leichter auch bei einer dickeren Eisschicht
ausgetauscht werden (die Pumpen von Grundfos KP 150 M1 und KP 250 M1 haben
einen Durchmesser von 149 mm).
- Bei einer Lösung mit separatem Wasserspeicher (Kaverne) befindet sich
das Kunststoffrohr für die Tauchpumpe in diesem, um dort von unten das Wasser
zu entnehmen.
- Die Wärmezufuhr durch die Solarflüssigkeit kann mittels Kunststoffrohren erfolgen,
wie diese für Fußbodenheizungen üblich sind. Hier kann man auch
Reste verwerten. Diese werden an einem Messingverteiler angeschlossen, durch einen
kleinen Ausschnitt (250 mm x 100 mm) in die Zisterne geführt und dort am Boden
befestigt.
- Bei einer Lösung mit Kaverne erfolgt die Wärmezufuhr zuerst durch
Kunststoffrohre am Boden der Kaverne, anschließend erfolgt die Verlegung der
Leitungen auf dem Boden des Eisspeichers, um das Eis zeitlich später zu schmelzen.
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