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Oben die Solarkollektoren mit 16 qm, unterhalb die etwas größere Fotovoltaik-Anlage. Die Wärmepumpe ist eine Split-Anlage, sie steht im Keller und die Verdampfer- platten über dem Wassertank (rechtes Bild). |
Ganz rechts befindet sich der Kasten mit den Verdampfer- platten. Der Tank mit 40 cbm Wasser befindet sich unter der Terrasse und reicht vom rechten Ende des Kastens bis zur Verbindung gelber Eimer - Rasen (Gully-Deckel). |
| Wir hatten die Auswertung der Daten wegen der fehlenden Möglichkeit zum Messen der Wärmeströme, der flachen Neigung des Kollektors und seiner für den Winter ungünstigen Ausrichtung nach Südwesten 2006 überarbeitet. Den direkten solaren Wärmegewinn im 4.000 Liter großen Wärmespeicher hatten wir etwas niedriger mit 500 kWh/qm statt einer nicht unrealistischen Ausbeute von jährlich 625 kWh/qm angesetzt. Den niedrigeren Wert haben wir nun beibehalten. |
| 1. Allgemeine Daten: |
| beheizte Wohnfläche | 230 qm | Solarflachkollektoren | 16 qm südwest |
| Wärmebedarf | 66 kWh/qm | Dachneigung | 23° südwest |
| Anzahl der Bewohner | 4 Personen | Wärmespeicher | 4.000 Liter |
| Wärmepumpe (& Kaminofen) |
9 kW thermisch |
unterirdischer Wasser-Eis-Speicher |
40 cbm Stahltank |
| Der Wärmebedarf ist vom tatsächlichen Wetter abhängig. Er wird etwas höher nach einem strengen Winter, sonst sinkt er etwas. |
| 2. Verbrauchsdaten: |
| Betriebsjahr | elektrischer Strom | Kaminholz | maximales Eis | ||
| kWh | Euro | Ster | Euro | cbm | |
| 01.05.2000-30.04.2001 | 4.657 | 405 | 3 | 90 | 20 |
| 01.05.2001-30.04.2002 | 5.692 | 495 | 1,5 | 45 | 25 |
| 01.05.2002-30.04.2003 | 5.720 | 498 | 2 | 90 | 20 |
| 01.05.2003-30.04.2004 | 6.158 | 536 | 1,75 | 100 | 30 |
| 01.05.2004-30.04.2005 | 5.202 | 520 | 2 | 60 | 25 |
| 01.05.2005-30.04.2006 | 4.620 | 597 | 3 | 105 | 30 |
| 01.05.2006-30.04.2007 | 3.158 | 408 | 1 | 50 | 5 |
| 3. Primärer Energieverbrauch im Vergleich zu einer Ölheizung: |
| Bei Vergleichen muss man stets genau darauf achten was verglichen wird. Wir vergleichen hier eine moderne Brennwert-Öl-Heizung mit unserer speziellen Wärmepumpe. Die Einsparung von Energie wäre gegenüber einer älteren Ölheizung 25% bis 30% höher! Statt 48% Energie-Einsparung ergeben sich dann über 60% - wir bitten Sie dieses zu beachten. |
| Betriebsjahr | theoretischer Verbrauch einer Ölheizung |
Solarheizung mit ergänzender Wärmepumpe |
Einsparung an CO2 |
Einsparung an Energie |
Einsparung an Kosten |
| 2000 / 2001 | 26.601 kWh | 13.971 kWh | 3.191 kg | 48 % | 47 % |
| 2001 / 2002 | 27.412 kWh | 17.076 kWh | 2.574 kg | 38 % | 44 % |
| 2002 / 2003 | 28.321 kWh | 17.160 kWh | 2.788 kg | 39 % | 41 % |
| 2003 / 2004 | 29.113 kWh | 18.474 kWh | 2.643 kg | 37 % | 45 % |
| 2004 / 2005 | 26.819 kWh | 15.606 kWh | 2.812 kg | 42 % | 52 % |
| 2005 / 2006 | 29.072 kWh | 16.287 kWh | 3.216 kg | 44 % | 56 % |
| 2006 / 2007 | 21.010 kWh | 11.118 kWh | 2.498 kg | 47 % | 60 % |
| Der Verbrauch von elektrischem Strom für die Wärmepumpe
wird durch einen Stromzähler erfasst. Hierin ist auch der Verbrauch der
beiden Wasserpumpen (Berieselung, Speicherladung) eingeschlossen. Mit
einem Durchflussbegrenzer und zwei Thermometern wird die abgegebene
Wärme der Wärmepumpe angezeigt.
Der Wärmebedarf des Gebäudes wird durch bewohnte Räume im Keller wesentlich mitbestimmt. Dort beträgt die Temperaturdifferenz zwischen Raum und Erdreich ganzjährig stets 10 °C und erfordert dadurch eine ständige Beheizung dieser Räume. |
| Das Solarhaus in Marzoll ist jetzt 7 Jahre bewohnt. |
| Der theoretische Verbrauch einer Ölheizung liegt im Durchschnitt
bei 26.907 kWh (2.691 Liter Öl) für Heizung und Warmwasser.
Tatsächlich wurden im Durchschnitt nur 5.030 kWh elektrischer Strom
verbraucht (wegen des Wirkungsgrads von 33 % im Kraftwerk sind das
15.089 kWh Primärenergie), also etwa 44 % weniger.
Die Kosten waren gegenüber einer Ölheizung im Schnitt etwa 49 % niedriger. Die Höhe der Einsparung steigt aber durch die steigenden Energiepreise ebenfalls an. Es wurden außerdem in den 7 Jahren fast 20 Tonnen CO2 weniger in die Umwelt geblasen. Die 16 qm Solarkollektoren deckten etwa 33,4 % der Energie direkt. Ein erheblicher Teil erwärmt den Niedertemperatur-Speicher und erhöht so den Wirkungsgrad der Wärmepumpe (geringerer Stromverbrauch). Die Solarfläche könnte etwas größer und zumindest die Neigung steiler sein (24 qm, mind. 45° Neigung damit der Schnee abrutscht). Das Haus hat einen primären Energiebedarf von lediglich 66 kWh/qm (Heizwärme und warmes Brauchwasser, trotz der beheizten Kellerräume). Es übertrifft sogar die erst später erlassenen Vorschriften der neuen Energie-Einspar-Verordnung ( EnEV 2002 ). Und das, obwohl die klimatische Lage recht ungünstig ist. |
Anmerkungen:
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Am Herbstanfang hat die Wärmepumpe durch das solar erwärmte Wasser des
Speichers eine hohe Leistungszahl. Das hat sich besonders günstig im Oktober 2003
ausgewirkt, denn in diesem Monat gab es 14 Tage Frost, ein Fall der nicht so oft vorkommt.
Der Winter 2006 / 2007 war mild und besonders im Januar und Februar sehr sonnenreich,
wodurch das entstandene Eis größtenteils gleich wieder geschmolzen wurde. Nach
einem sehr sonnigen April erreicht das Wasser im Speicher bereits 16°C.
Werden Eis und Wasser getrennt gespeichert, kann im Frühjahr das Wasser schneller solar erwärmt werden. Die Wärmepumpe erzeugt dann viel früher kein Eis mehr, benötigt weniger elektrischen Strom und erreicht so eine höhere Leistungszahl. |
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