Allgemeine Übersicht bezüglich Heizung & Wärmeversorgung

Die neue Energie-Einspar-Verordnung ( EnEV ) schreibt den maximalen Verbrauch von Energie vor, es handelt sich dabei um ein europäisches Gesetz. Zur Erfüllung dieser Vorschrift muss die Dämmung verbessert, sparsamere Geräte eingesetzt und ggf. Solarwärme genutzt werden.

Was ist beim Ersatz einer bestehenden Heizanlage zu beachten:

  • Ein alter Öl-Kessel hat häufig nur 60% Wirkungsgrad, eine neue Anlage hingegen etwa 90%. Sie sparen folglich 1/3 des Öls ein. Kosten 3.000 bis 5.000 Euro.

  • Bei einem alten Gas-Kessel sieht es etwa wie bei einem alten Öl-Kessel aus. Kosten 2.000 bis 4.000 Euro, aber der Gasanschluss kostet auch Geld.

  • Die Verwendung von Holz, Hackschnitzel, Pellets oder Biogas entlastet den Bedarf an fossilen Rohstoffen, da diese nachwachsende Rohstoffe sind. Die EnEV berücksichtigt bei der Berechnung des Wärmebedarfs nur den Verbrauch fossiler Rohstoffe. Kosten über 8.000 Euro.

  • Wärmepumpen nutzen unterschiedliche Wärmequellen. Entsprechend deren Temperaturniveau ist der Verbrauch von elektrischem Strom unterschiedlich. Durch den Wirkungsgrad von nur 33% bei der Stromherstellung sieht die EnEV hier den Faktor 3 vor.

    Bei Grundwasser und Erdsonden (Bohrungen, beides ist zu genehmigen) wird etwa 1/4 elektrischer Strom benötigt. Der Wert entspricht somit 75% primäre Energie. Kosten einschließlich der Wärmequelle 10.000 bis 15.000 Euro.

    Bei Erdkollektoren und unserem Wasser-Eis-Speicher sind es etwa 1/3 elektrischer Strom, folglich 100% primäre Energie. Kosten 9.000 bis 14.000 Euro.

Wird die EnEV trotz Erneuerung der Heizung nicht erfüllt, so bleibt - neben einer besseren Dämmung - noch die Einbindung solarer Wärme. Sie reduzieren dadurch zusätzlich Ihre Kosten und entlasten die Umwelt (CO2).

Was für Unterschiede gibt es beim Einsatz von Solarenergie:

  • Zur Brauchwassererwärmung werden meistens kleine Solarflächen von etwa 6 qm mit einem Boiler um 300 Liter für das warme Brauchwasser erstellt. Hierfür ist die staatliche Förderung derzeit niedriger (105 Euro/qm) als bei der Heizungseinbindung (135 Euro/qm).

    Sie können damit etwa 60% des Wärmebedarfs für das warme Brauchwasser decken. Das sind aber nur etwa 10% des gesamten Wärmebedarfs (Warmwasser etwa 15%, Heizung etwa 85% - somit sind 60% von 15% nur 9% Einsparung - also sehr wenig!). Kosten 4.000 bis 6.000 Euro.

  • Wird die Heizung in die solare Versorgung mit eingebunden, dann kann man das Ergebnis wesentlich verbessern. Doch dazu ist die Größe des Wärmespeichers ein wichtiger Punkt. Objektabhängig gilt etwa folgendes:

    Bei 1.000 Liter Speicherinhalt und 10 qm Solarfläche können Sie nur wenig sparen, der Hauptversorger taktet etwas weniger. Die Heizung verbraucht die Wärme im Speicher in wenigen Stunden. Kosten 4.500 bis 6.500 Euro.

    Bei 2.000 Liter Speicherinhalt und 16 qm Solarfläche können Sie etwa einen kühleren Tag überbrücken - Sie sparen etwa 25% Energie. Kosten etwa 10.000 Euro.

    Bei 4.000 Liter Speicherinhalt und 24 qm Solarfläche können Sie etwa drei kühlere Tage überbrücken - Sie sparen etwa 40% Energie. Kosten etwa 13.000 Euro.

    Bei 6.000 Liter Speicherinhalt und 36 qm Solarfläche können Sie etwa fünf kühlere Tage überbrücken - Sie sparen etwa 60% Energie. Kosten etwa 16.000 Euro.

Bei größeren Solarflächen wird im Sommer aber ein großer Überschuss an Wärme erzeugt. Damit dieser sinnvoll genutzt werden kann, haben wir ein 2-Speicher-System entwickelt.

  • Neben dem oben beschriebenen Speicher existiert bei uns noch ein Niedertemperatur-Speicher, der den solaren Überschuss und niedrige solare Wärme aufnimmt. Bei Bedarf transportiert eine patentierte Wärmepumpe dann die Temperatur des vorerwärmten Wassers energiesparend auf ein höheres Niveau.

    Bei 4.000 Liter Speicherinhalt, 24 qm Solarfläche, einer 10 cbm Zisterne und einer 20 cbm Kaverne sparen Sie etwa 50% Energie und 75% jährlicher Kosten ein. Die Kosten dieser Anlage betragen etwa 16.000 Euro.
Vergleich von Heizungen

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